Learning System

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Being educated means mainly having heard of important ideas or events, knowing facts. Education is aiming at providing a common basis.

It is usually not focused on skills. For me, the education systems have to give way to learning systems, where learning necessary skills is the main objective.

Contents

English outline

Facts

  • Many children don't like to go to school. They prefer other activities but have to yield to the social pressure.
  • A high percentage of the "contents" of formal education are forgotten afterwards and never applied whatsoever.
  • In Germany children are forced to go to school. If they don't, police will come and get them.

Interpretations

  • The education system today is not driven by the needs of the learners.
  • Today students are like hamsters (or worse: rats) in a running wheel. The faster they are able to run, the faster they are supposed to run outside in the real world once they are let out. But this inference is only of limited utility.
  • Marks and points for success in education are a devilish device: they suggest objectivity and fairness while unfolding a dynamic that A) hinders real learning processes by distorting them towards the measuring method and B) encourages competition instead of cooperation - a recipe for failure in the real world.

Ideas

  • Students should usually work on real issues/problems. Why waste their time with fake problems/questions when the world is full of real riddles to solve and challenges to face?

Collection of Ideas in German

Sprachen lernt man beim Sprechen

14.5.03: noch ne These: Sprachen lernt man nicht im konventionellen Sprachunterricht, sondern beim Sprechen mit den Leuten. Begründung: Erst wenn ich in einer Situation bin, in der ich einen Ausdruck benutzen möchte, und ihn dann auch tatsächlich benutze, entstehen im Gehirn die Verknüpfungen, die tatsächlich einsatzfähig sind. Diese Verknüpfungen bekommt man durch intensives Pauken im Klassenraum nicht hin. Dort kann man höchstens eine natürliche Gesprächssituation erzeugen, bei der die Wahl der Themen nicht von den zuvor gelernten Vokabeln abhängig gemacht wird, sondern aus der Dynamik der Situation selbst entsteht. Am "learning by doing" führt beim Sprachenlernen kein Weg vorbei.

Noten abschaffen

Mail an den Organisator der „Oldenburger Bildungskonferenz 2003“: Hallo Ray! Hier kommt mein Input: These 1: Noten sind Quatsch. Sie sollten abgeschafft werden. Begründung: Personalchefs benutzen alle möglichen Indikatoren, um herauszufinden, ob ein Bewerber geeignet ist. Da die meisten jungen Leute einen großen Teil ihrer Zeit mit Studieren zugebracht haben, ist es schon mal ein gutes Zeichen, wenn da auch gute Noten herausgesprungen sind. Ein wichtiger Indikator ist das jedoch nicht, denn gute Noten zu schreiben beruht zum großen Teil auf einer Fähigkeit, die für den Arbeitsalltag eher uninteressant ist: große Mengen von "Stoff" (existiert dieses Wort ausserhalb des Bildungssystems eigentlich überhaupt???) reproduzieren zu können. Viel interessanter sind Leistungen, die ein junger Mensch tatsächlich erbracht hat, die etwas mit der anvisierten Aufgabe gemein haben. Praktika wiegen oft viel schwerer, weil sie näher am Ziel sind. Die Verantwortung für die Beurteilung eines Kandidaten haben die Personalchefs auch heute schon. In Zukunft werden sie ihr Urteil nicht mehr auf anschauliche, aber inhaltsarme Ziffern wie 3 minus und 1 plus stützen können, sondern lediglich auf wirklich erbrachte Leistungen in Form von erfolgreich durchgeführten Projekten, geschriebenen Arbeiten, gelösten Problemen, etc. So wird jeder Student das Interesse haben, an Dingen zu arbeiten und sich in Bereichen zu bilden, die für seinen späteren Job relevant sind. Persönliche Vorlieben von Dozenten werden nicht mehr diktieren, was gelernt wird. Noten sind der Geisselknecht unseres Bildungssystems. Sie erzeugen Druck. Sie sollten abgeschafft werden.

Wissenschaft im Uni-Lehrbetrieb?

These 2: Wissenschaftler müssen wissenschaftlich arbeiten. Alle anderen nicht. Begründung: Warum soll ich wissenschaftlichen Standards genügen, wenn ich gar kein Wissenschaftler werden möchte? Zum Spass? Die große Mehrzahl der Studenten an Universitäten wird nach dem Studium NICHT Wissenschaftler. Alle, die einen Universitätsabschluss haben wollen, erst mal durch die Wissenschaftler-Schule zu jagen, obwohl sie nachher doch etwas anderes machen werden - das ist ein Umweg. Diesen Umweg sollten wir vermeiden. Praktische anwendbare Fähigkeiten sollten im Zentrum jeder Bildung stehen.

Schlechte Lehre an der Uni

These 3: Es gibt heute keinen Anreiz, gut zu lehren. Das muss sich ändern. Begründung: Was hat ein Dozent heute davon, wenn er gut lehrt? Mehr Studenten, mehr Arbeit. Sonst noch was? Einen guten Ruf. Unter den Studenten. Aber es geht ja eigentlich nicht um den guten Ruf unter den Studenten, sondern um den guten Ruf unter den Kollegen vom Fach! Wer gut lehrt, muss belohnt werden. Wer schlecht lehrt, muss sich selbst aus dem Rennen werfen. Eine Kommission, die vornehmlich aus Studenten besteht, sollte über die Qualität der Lehre wachen, und Dozenten berufen und abberufen.

Konstanter Dialog der Beteiligten

These 4: In einem guten Bildungssystem befinden sich alle Beteiligten im konstanten Dialog. Begründung: Feedback ist ein wunderbares Instrument, um Dinge zu verbessern. Es wird bisher kaum genutzt. Wenn Dozenten, Professoren, Studenten, Arbeitgeber miteinander kommunizieren, sich gegenseitig Feedback geben, entstehen Tausend und eine Möglichkeit, um auf wichtige Hinweise zu reagieren. Bisher appellieren die unterschiedlichen "Parteien" meist an die anderen, sie sollen doch dieses oder jenes ändern. Wir müssen lernen, miteinander zu sprechen, statt über einander. Dieser Dialog muss fester Bestandteil der Bildung sein, und auf allen Ebenen stattfinden. Alle Beteiligten müssen zu Wort kommen und gleichberechtigt miteinander reden. Hierin liegt ein riesiges Potential, um die Universitäten für die Erfordernisse der Zeit fit zu machen.

Mäuse im Laufrad

These 5: Wir sind Mäuse auf einem Laufrad. Wir sollten den Käfig verlassen. Begründung: Schon von klein auf lernen wir, dass man vorgegebene, gestellte Aufgaben bearbeiten muss, um danach "richtig" oder "falsch", "gut" oder "schlecht", "Eins" oder "Vier" gesagt zu bekommen. An gestellten Aufgaben lernt man, gestellte Probleme zu lösen. Unsere Welt ist aber voll von echten Problemen, die nach einer Lösung verlangen. (Wie wäre es, im Lernprozess, so ganz nebenbei, ein paar dieser echten Probleme gleich mit zu eliminieren?) In der Auseinandersetzung mit echten Problemen lernt man, echte Probleme zu lösen. Das ist es, was wir lernen wollen. Oder? Und wo bekomme ich echte Probleme her, die genau das Format haben, das ich für meine Lerneinheit und mein Lernziel benötige? Nun, das braucht man gar nicht so detailliert zu planen. Wer zweimal scheitert, sucht sich beim dritten Mal ein Problem, das ein bisschen kleiner und einfacher ist. Wer immer wieder Erfolg hat, beginnt, größere Projekte in Angriff zu nehmen. Als Ergänzung zu These 1 (keine Noten), sind gelöste Probleme auch ein sehr viel besseres Zeugnis vom eigenen Können als irgendwelche Klausurergebnisse oder mündlichen Prüfungen.

Unterwürfigkeit

These 6: Aufrechte Menschen finden in unserem heutigen Bildungssystem keinen Platz. Wir erziehen die Menschen zur Unterwürfigkeit. Begründung: Ein aufrechter Mensch steht hinter dem, was er tut. Er trifft Entscheidungen aus freien Stücken. Er geht selbstbestimmt seinen Interessen nach. Das geht an der Uni von heute so nicht. Man muss sich an Lehrpläne, Vorgaben usw. halten. Wer aus der Reihe tanzt, läuft Gefahr, "abgeschossen" zu werden. Unkonventionelle Vorgehensweisen, kreative Ideen, neue Konzepte - all das gilt an der Uni von heute als Abweichung von der Norm, unnormal. Wir brauchen eine experimentierfreudige Stimmung. Wenn aufrechte Menschen wilde Ideen haben und nicht an ihrer Umsetzung behindert, sonder unterstützt werden, dann werden unsere Universitäten ihr wahres Potential entfalten. Ich hoffe, Ihr könnt das nutzen. Und sei es nur, um eine Diskussion in Gang zu bringen. Noch ein kleiner Tipp: für diejenigen Teilnehmer, die kein Geld für die Jugendherberge ausgeben möchten, und gleichzeitig nette Leute kennen lernen wollen, bietet sich der Hospitality Club (Fehler! Textmarke nicht definiert.) als Alternative an. Da gibt es einige Gastgeber in Oldenburg (und in der ganzen Welt), bei denen man kostenlos unterkommen kann. viele Grüße, Kjell

Vergleichbarkeit

11.11.02: Bei Texten oder Diskussionen über unsere Bildung taucht immer wieder das Wort oder zumindest das Konzept „Vergleichbarkeit“ auf. Genau das halte ich für unsinnig. Man kann so ein komplexes Gebilde wie Bildung und persönliche Entwicklung - und diese beiden gehen Hand in Hand - nicht auf simple Zahlenwerte reduzieren, um es zu vergleichen. Niemand würde einen Mitarbeiter lediglich aufgrund einer Abschlussnote einstellen. Warum sollen dann für so Sachen wie Kunsterziehung Noten gegeben werden, die die „Leistungen“ der Schüler in diesen Fächern vergleichbar machen???

Lernen als Geisteshaltung

28.11.01: Lernen ist kein Vorgang, Lernen ist eine Geisteshaltung, eine Einstellung[31.12.01:na ja, vielleicht reicht es ja zu sagen, „Lernen kann man auch definieren als eine Einstellung“] Warum haben wir festgelegte Stundenpläne? Genauso wie wir es als Verlust der Lebensqualität ansehen, wenn wir uns z.B. wegen Krankheit beim Essen und Trinken nach einem Plan richten müssen, genauso bedeutet es einen erheblichen Energieverlust, wenn wir unseren Wissensdurst in ein 45-Minuten-Schema pressen müssen. Leben und Lernen im Tao kann nur Zwängen folgen, die von innen kommen. Unser System törnt (fast) jeden wissensdurstigen ab und vergällt ihm seine Lust am Lernen. Das Ganze ist natürlich ein weiteres Argument dafür, mich so großer Teile meines Stundenplanes wie möglich zu entledigen.

13.6.01: Erziehung - dialogisch - Schule! - harus!

2.6.01: Manfred Stolpe (und wohl auch einige andere) möchte die Ausländerfeindlichkeit bekämpfen. Dazu muß die interkulturelle Kompetenz schon in Kindergarten und Grundschule gefördert werden. Wer kann hierfür ein Konzept entwickeln, gibt es vielleicht schon irgendwo Konzepte?

1.6.01: Marcel ist auch ein guter Lehrer.

Ich muß endlich mal die Form finden, in der ich diese Bildungsreform angehen will. Bisher habe ich ja nur Ideen gesammelt. Ich werde Personen - Mitstreiter - finden müssen, mit denen ich die Utopie entwickeln und ihre Umsetzung vorantreiben kann. Das können sein: Lehrer, Direktoren,

Da fällt mir ein, der Studienkreis Tourismus und Entwicklung hat mit seinen Heften „.....verstehen“ auch Gespür für sehr fortschrittliche Bildungsarbeit bewiesen. Da kann ich bestimmt jemanden finden, der mithilft, ein sehr wichtiges Thema (oder mehrere) in die Schulausbildung zu integrieren.

Pädagogen an der Uni und im „Feld“, Leute wie Virouz Vladi, ....wer noch? Es gibt bestimmt in vielen Organisationen Leute, die sich mit Öffentlichkeitsarbeit und Bildung beschäftigt haben. - Ich denke, daß PR ein Bereich ist, in dem ganz viel Bildungs-Know-How existiert. Ich werde auch auf die Hilfe von Psychologen angewiesen sein, um nachzuweisen, das bestimmte traditionelle Inhalte des Lehrplans einfach nicht erinnert werden und daher eigentlich gekürzt werden können, ohne daß sich am „Wissens-Output“ der Schule groß etwas verändert. Außerdem liegen vielleicht nicht zu allen Methoden, die als Grundausbildung eines Jeden sinnvoll wären, Daten über ihre Effektivität im Hinblick auf das weitere Lernen (oder Leben) vor. Das wäre aber mit Sicherheit nötig, um sie zum Standard zu erheben. Ich sehe schon, da müssen an vielen verschiedenen Stellen Rädchen in Gang gesetzt werden, die man aber auch untereinander koordinieren sollte. Die Frage ist, „wie?“. Gibt es eine bestehende Institution, die dafür als Plattform dienen könnte? Vielleicht die Friedrich-Ebert-Stiftung? Oder muß ich einen neuen Verein oder so gründen?

Innovationsbedarf

Ich schreib noch mal ein paar Felder, die bisher nicht (genügend) im Standardrepertoire der Schulen vertreten sind, oder wo Innovationsbedarf besteht: Sprachen Internationales freie Wahl, interessanter Themen/Projekte/Fächer Ökologie/Umwelt Gesundheit/Körper Wirtschaftssystem/Verbrauchermacht - Wo man im politischen System steht und welche Einflußmöglichkeiten man hat, wird im Gemeinschaftskunde-Unterricht gelehrt. Für das wirtschaftliche System ist das nicht der Fall. Das ist aber bestimmt genauso wichtig. (Schlagwort „Globalisierung verschiebt die Macht von Regierungen hin zu Multis“) Methoden: wie funktioniert Lernen/das Gedächtnis? wie lese ich einen Text? Konfliktlösung Kommunikation (z.B. Schulz von Thun) Mind-Mapping Autogenes Training Informationsbeschaffung (Informationszeitalter!) interkulturelles Lernen (in welcher Form?)

Fragebogen

23.5.01: Vorschlag für einen Fragebogen: Wie interessant findest Du das Thema des Texts? Wie lang ist der Text? Wieviel Zeit ist verstrichen vom Zeitpunkt als Du den Text bekamst, bis zu dem Punkt an dem Du angefangen hast, den Text zu lesen, und wie lange dauerte es bis Du mit ihm fertig warst? Hast Du den Text: ganz gelesen/durchgearbeitet/überflogen/auszugsweise gelesen? Warum hast Du den Text gelesen? Klausur/mündl. Prüfung/Referat/Hausarbeit/Seminar/Vorlesung/für Studium relevant/nicht relevant Gab es Zeitdruck? Hast Du: alles verstanden/das Wichtige/ein bißchen/nix? Hat es sich gelohnt es (so intensiv) zu lesen? Ja/nein/kann ich nicht beurteilen Hast Du was gelernt? Ja/nein/kann ich nicht beurteilen - qualitativ, quantitativ

Diskussionen mit Henner

23.2.08: Ich habe in den letzten Tagen mit meinem Mitbewohner Henner über das Bildungssystem, seine Probleme und mögliche Veränderungen diskutiert. Folgende Dinge sind mir dabei klarer geworden.

  • Unser Bildungssystem geht nicht von Fähigkeiten aus (wie z.B. PISA), sondern von Stoff, der den Kindern und Jugendlichen "beigebracht" werden soll, damit sie eine vergleichbare "Allgemeinbildung" haben. Das ist aus lernpsychologischer Sicht problematisch, da der Stoff nach meiner Einschätzung zum überwiegenden Teil nach wenigen Wochen und Monaten wieder vergessen wird. Eine vergleichbare "Allgemeinbildung" wird daher nicht erreicht. Bestimmte Fähigkeiten werden nur "zufällig" erworben, da sie im Regelfall nicht explizit als Ziel definiert sind (und wenn, dann wahrscheinlich manchmal fest mit bestimmten Inhalten verbunden, so dass viele Lehrer auch da eher auf den Inhalt fokussiert sind).
  • Eine lebens-philosophische Grundüberzeugung, die unserem Bildungssystem ist, dass man leiden und sich quälen muss, um etwas Wertvolles zu erreichen. Der Wert dieser Erfahrungen wird immer wieder in meinen Diskussionen geäussert (nicht nur von Henner). Ich bin überzeugt, dass das "Durchbeissen" und das Überwinden von Hindernissen wertvolle Erfahrungen darstellen kann. Ich glaube aber, dass dafür notwendig ist, dass es aus einer positiven Motivation heraus geschieht, also zielorientiert und nicht aus Angst oder anderen negativen Motivationen. (Es muss heissen, "ich mache das jetzt, weil ich dort und dort hin will" und nicht "ich mache das, weil ich nicht dort und dort enden will/das und das Problem haben will") Eine Alternative zu der vollends eigenen Motivation könnte das Vertrauen in eine Person sein, die den Prozess unterstützt, begleitet, oder verstärkt (Eltern, Lehrern, denen man vertraut, Freunde, Geschwister, berühmte Persönlichkeiten).
  • Unser Bildungssystem spricht nicht nur Schülern ihr Recht auf Selbstbestimmung ab und beschneidet damit ihre Menschenwürde (weil man davon ausgeht, dass sie nicht richtig einschätzen können "was gut für sie ist"), sondern man tut das auch mit Lehrern und Eltern. Alle sind weisungsgebunden gegenüber den Ministerialbeamten. Sie dürfen gar nicht mitentscheiden (oder gar selbst entscheiden), was gut für die Kinder und Jugendlichen ist. Geht man davon aus, dass sie das auch nicht können? Warum lassen das Eltern und Lehrer mit sich machen?
  • Die beschriebene Lebensphilosophie, die dem Bildungssystem zugrundeliegt könnte dazu führen, dass Menschen, die sich in dieser Lebensphilosophie wiederfinden, vom Bildungssystem angezogen, andere aber abgestoßen werden. Wahrscheinlich nicht so explizit und bewusst, aber unterbewusst oder von der Struktur der Erfahrungen und der Kompatibiltät mit der jeweiligen Persönlichkeit her.
  • Ein einflussreicher wissenschaftlicher Text zu der Frage nach der intrinsischen Motivation versus Fremdsteuerund ist Larson (2000): Toward a Psychology of Positive Youth Development.

andere Ideen mehr

17.5.01: Life long learning: Gerade darum müssen wir ganz am Anfang die Grundlagen vermitteln - nämlich WIE man gut lernen kann. Das muß Aufgabe der Schulausbildung sein.

20.4.01: Strasbourg - Reformschule Der Unterrichtsstil von Herrn Zimmer ist für mich ein Positivbeispiel. Ich sollte analysieren, welche Elemente er vereinigt, die allgemein als Standards für die Lehre gelten sollten.

Ingo Richter: Die sieben Todsünden der Bildungspolitik (40DM) Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin - Direktor: Jürgen Baumert (www.mpib-berlin.mpg.de) 100000DM kostet ein Abiturient! Tom Stryck (Grüne) Schulexperte, Schulreform in Berlin Edelgard Bulmahn (www.bmbf.de) Helene-Lange-Schule Wiesbaden - Direktorin: Enja Riegel Hurrelmann, Bielefeld, Bildungskommission NRW: Zukunft der Bildung - Schule der Zukunft (1995) Grundlage für: Elsa-Brandström-Gymnasium Obernhausen - Direktorin: Erika Risse Hauptfach „Selbstverwirklichung“

Natürlich muß man Lernen lernen - und zwar „learning by doing“. Indem man immer wieder an verschiedenen Interessensgebieten übt, wie man etwas lernen (sich selber beibringen) kann, lernt man das Lernen. Franz Weinert, Bildungsforscher, Psychologe (München) sagt, Wissenserwerb zu Kompetenzerwerb umzuformen, löse das Problem nicht, weil niemand die Zukunft kennt: so’n Quatsch! Es gibt etliche zeitlose Kompetenzen. Die, die sich um den Menschen drehen: Kommunikation, Konfliktlösung, Zeitmanagement, Körper/Gesundheit/Ernährung - und die, die Methoden sind, die man nur einmal zu lernen braucht (Autogenes Training, Mind Mapping, .....?)[23.4.01:,um anschließend ein Leben lang davon zu profitieren.] Ansonsten muß man natürlich Wert legen auf die Kompetenzen, die aktuell gefordert sind. Das wäre im Moment z.B. [der] Umgang mit dem Internet und IT allgemein.

www.forum-bildung.de Hermann, Pädagogikprofessor, Ulm www.schulweb.de Josef Nietzsch, Matheprofessor, HU Berlin

Hoimar von Ditfurth könnte ein Lehrbuch für Naturwissenschaften sein. Vielleicht „Im Anfang war der Wasserstoff“ oder „Wir sind nicht nur von dieser Welt“.

Weinert, Psychologe - Mitarbeit an PISA

Was für Erkenntnisse der Psychologie können in den Lehrplan? - Dafür sollte ich mir in einer ruhigen Stunde mal überlegen, was ich in meinem eigenen Leben wirklich verwende. Ökologie ist wichtig. ZERI- und Kreislaufdenken muß jeder ganz selbstverständlich machen. Wir brauchen tatsächlich nicht mehr Lehrer. Ein paar gut ausgebildete Pädagogen zur Überwachung des Lernprozesses der Schüler - und ansonsten nur Experten für die verschiedenen Fachgebiete, die die Schule anbietet, die Methoden, die sie lehrt. Sprachen - da ist viel Potential für Verbesserungen. Unterricht auf Englisch ist ja noch der kleinste und einfachste Schritt. Um wirklich andere Sprachen zu erlernen, sollten wir uns umschauen in dem guten Wissen, das kommerzielle Sprachschulen angesammelt haben. Die können sich schlechte Methoden gar nicht leisten eigentlich.

15.4.01: In Zukunft werden typisch menschliche Fähigkeiten gefragt sein - alles andere erledigen Computer ja sehr gut. [25.4.01: Ist nur die Frage, was diese Fähigkeiten überhaupt sind. Da müßte man wohl mal eine Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz fragen.] Ich habe so viele tolle Ideen, aber ich habe ein bißchen Bedenken, daß ich mich vielleicht darauf beschränken könnte, diese Ideen zu produzieren. - Und wenn nicht irgend jemand ganz Tolles daherkommt, sich von den Ideen begeistern läßt und sie dann umsetzt, verstauben sie hier auf meinem Computer. So funktioniert das nämlich auf keinen Fall. Ich muß schon ganz konkret was tun. Ich sollte bei jeder Idee, die ich habe, sofort festhalten und planen, was die ersten Schritte sind, um dieses Idee umzusetzen. Ich sollte noch mal mein Tagebuch lesen und die ganzen Ideen rausfischen und realistisch beleuchten und dann je nachdem die Umsetzung angehen.

In diesem Moment habe ich auf meiner Agenda: Brasilien - Aufforstung, Bildungssystem und Promotion für den Hospitalityclub. 2. Bildungssystem Mit den Pädagogen, die ich kenne, moderne Modelle, Projekte, Theorien diskutieren, erzählen lassen. Mehr Input sammeln. Wie werden Entscheidungen getroffen. Friedrich-Ebert-Stiftung, Grüne Bildungkitu CRM iereperten herausfinden, nach aktuellen Konzepten, Zielen fragen. Interkulturellen Kindergarten (, andere Projekte?) angucken. Gleichgesinnte Pädagogen, Politiker, Studenten finden, Aktionen planen. Am Psychologischen Institut schauen, wer für Lernen zuständig ist. Wegen Studie anfragen, abtasten. Im Gespräch mit Janina fiel mir auf, daß wahrscheinlich auch an den Universitäten - z.B. im Medizinstudium - ähnlich wie in der Schule, total viel unnötiger Ballast mitgeschleppt wird. Wenn man viel Unnötiges lernt, das man hinterher wieder vergessen kann, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass man welche von den wichtigen Sachen vergißt - glaube ich (sollte man mal überprüfen!). Es kann nicht schaden, von ein paar erfahrenen Praktikern mal den Lehrplan überprüfen zu lassen auf Sachen, die man im Alltag nicht anwendet.

17.3.01: Gestern nacht, nachdem wir vom Salsa tanzen nach Hause gekommen waren, unterhielten wir uns noch fast eine Stunde über die Schule und die Sachen, die man da so lernt. Es ist wirklich schockierend: ich habe in meinem Leben jetzt fast nie das Gefühl, irgendwelche Dinge anzuwenden, die ich in der Schule gelernt habe. Lesen lernte ich schon vor der Schule. Rechnen brauche ich fast nie, oder kann es auch mit dem Taschenrechner machen, und das meiste, was ich so an Allgemeinbildung drauf habe, habe ich mir selber angelesen und angelernt. Unsere Diskussion driftete dann ein bißchen ab - wir sprachen darüber, was wir tatsächlich gelernt oder mitgenommen haben in den verschiedenen Fächern wie Biologie, Physik oder Geschichte. Aber als ich mal wieder daran dachte, ob ich diese Sachen denn heute überhaupt anwende, fiel mir auf, daß ein Aha-Effekt noch lange keine Garantie dafür ist, daß man diese Sache, bei der man ihn erlebt, auch im Alltag anwenden kann. Ich denke eigentlich, daß unser Alltag heute recht kompliziert ist, und man sicher eine ganze Menge Dinge lernen könnte, die einem helfen, sich zurechtzufinden, effektiver zu arbeiten, Probleme zu lösen. So was lernt man aber in der Schule praktisch gar nicht. Das kann doch eigentlich nicht sein! Da tut eine radikale Reform der Lehrpläne not. Ich habe zwar kein fertiges Konzept, was man anstatt der klassischen Inhalte lehren sollte, aber ich bin mir ganz sicher, daß alles viel mehr an der praktischen Anwendbarkeit ausgerichtet sein sollte. Wahrscheinlich ist es viel besser, Methoden und nicht Inhalte in der Schule zu lernen. Z.B. das mit den Mind Maps. Wie teile ich mir meine Zeit ein, wie lerne ich eine neue Sprache, wie ernähre ich mich gesund, wie funktioniert mein Körper, wie diskutiere ich konstruktiv, wie kann ich gewinnbringend mit meinen Mitmenschen umgehen, wie löse ich Probleme, all das sind Sachen, über die jeder Mensch ein Grundwissen haben sollte, die aber in der Schule fast gar nicht vermittelt werden. So was Seltsames! Ich möchte gerne rausfinden, an welcher Stelle ich ansetzen muß, um in dieser Frage eine Lawine loszutreten, die unserer Gesellschaft (oder vielen Gesellschaften, die unter dem gleichen Problem leiden) sehr viel nützen kann.

18.3.01: Wir haben heute wieder über das Schulsystem gesprochen. Ich bin nun wirklich begeistert von der Idee, etwas an unserem Schulsystem zu verändern, oder wahrscheinlich nicht nur am Schul- sondern am gesamten Bildungssystem. Ich will alles aufschreiben, was mir dazu eingefallen ist und versuchen, eine Utopie zu entwerfen und möglichst fein auszuarbeiten. Ich bin mir ziemlich sicher, daß viele Punkte auf mich einströmen werden, die ich nicht bedacht habe, sobald ich in Deutschland bin und versuche meine Ideen umzusetzen. Damit mir dieser Gegenwind nicht die Kraft raubt und das ganze Unterfangen zum Stillstand bringt, will ich in diesen Tagen hier in meiner eigenen Welt herumspinnen und mein eigenes System ausfeilen. Ich hoffe, daß es so powerful genug werden kann, um nachher wirklich gegen die Widerstände anzukommen und sich durchzusetzen. Ich versuche mal, die Punkte festzuhalten, die mir bisher eingefallen sind.

- Wahrscheinlich wäre es sehr praktisch mit einer psychologischen Studie erst mal nachzuweisen, was ich sehr stark vermute, nämlich daß man von dem ganzen Scheiß, den man in der Schule serviert kriegt, nur einen winzigen Teil behält und einen noch winzigeren im Alltag anwendet. Eine solche Studie, gepaart mit einem Alternativvorschlag, was man statt dessen alles Nützliches lernen könnte, würde in den Medien sicher für einiges Aufsehen sorgen, und könnte vielleicht schon die Lawine, die ich ins Rollen bringen will, lostreten.

- Wenn ich wieder in Deutschland bin, will ich mich erst mal darüber informieren, wie das ganze Bildungssystem funktioniert, wer Entscheidungen trifft und wer die Lehrpläne macht. Es ist von grundlegender Bedeutung für mich, mich da auszukennen, um genau herauszufinden, wo im System ich ansetzen muß, um etwas zu bewegen. Ich habe keinen Plan, wie das abgeht, ob Politiker, oder Pädagogen oder Lehrer oder wer Entscheidungen darüber trifft, was im Lehrplan steht und was nicht.

- Es kann sein, daß das herkömmliche System so institutionalisiert und festgefahren ist, daß innerhalb der bestehenden Strukturen kaum eine größere Veränderung möglich ist. Dann wäre wahrscheinlich der beste Weg ein gutes Gegenbeispiel - eine Schule, in der die Schüler fast nichts von dem lernen, was in herkömmlichen Lehrplänen steht, dafür aber jede Menge nützliche Dinge, die bisher nicht oder kaum gelehrt werden. Wenn meine Ideen tatsächlich so gut und wichtig und richtig sind, dann wird dieses Beispiel einfach für sich sprechen.

- Die Motivation ist ein ganz wichtiger Punkt. Schüler lernen heute zum größten Teil, weil es Noten gibt. Das persönliche Interesse für den Stoff steht im Hintergrund. Jeder Pädagoge und Psychologe weiß doch, daß das für das Lernen scheiße ist. Wir müssen es endlich auf die Reihe kriegen, dieses ganze Wissen darüber, wie Lernen (gut) funktioniert, auf breitester Ebene anzuwenden. Hier blicke ich noch nicht ganz klar, wie man das erreichen kann, aber das Ziel ist schon ziemlich klar: Schüler, die in eigener Verantwortung die Sachen, die sie interessieren, lernen, und ein Lehrer, der ihnen dabei als Berater zur Seite steht. Einmal, um ihnen zu helfen, die Sachen richtig und effektiv zu lernen, und zum anderen, um die Entscheidung, was sie lernen möchten, auf eine solide Grundlage zu stellen.

- Mind Maps sind eine sehr effektive Methode. Wenn man die einmal gelernt hat, kann man ein Leben lang davon profitieren. Sie sollten auf jeden Fall zur Grundausbildung, die die Schule vermittelt, gehören.

- Als ich für ATS den Geschichts-Workshop machen mußte, habe ich zum ersten Mal selber einen klaren Blick für die deutsche Geschichte bekommen. Ich glaube, daß man die Grundlagen der deutschen Geschichte in zwei Stunden vermitteln kann. Es ist scheiße, wenn man 6 Jahre mit Geschichtsunterricht zubringt, um anschließend fast alles wieder zu vergessen. Ich glaube wirklich, daß es Sinn machen würde, es einfach wegzulassen. So gewinnt man viel Zeit für andere sinnvolle Dinge. Natürlich wird sich bei so einem Vorschlag Protest regen, aber ich glaube, daß man mit einer Studie sehr deutlich belegen könnte, wie schwachsinnig der heutige Geschichtsunterricht ist.

- Es ist wirklich erstaunlich: ich habe sicher ein Vielfaches dessen gelesen, was ein durchschnittlicher Schüler liest, aber erst jetzt an der Universität habe ich alleine für mich eine Methode entwickelt, wie ich die Hauptpunkte aus einem Text herausziehen und so das wichtigste viel leichter behalten kann. Das lernt man einfach nicht in 13 Jahren Schule! Das darf nicht sein. Zu lernen, wie ich einen Text lesen kann - unterstreichen, Notizen machen, Mind Maps zeichnen usw., ist eine Sache, die unbedingt in die Grundausbildung gehört, das hätte so eine riesige Multiplikatorwirkung.

- Ich frage mich, ob bei so viel Ballast, den man abwerfen kann, nicht die Möglichkeit besteht, interkulturelles Lernen in den Lehrplan zu integrieren. Die Frage ist, in welcher Form. Ich muß mir unbedingt mal den interkulturellen Kindergarten in Mainz angucken. Ich habe mir ja schon vor einer Weile überlegt, daß Fremdenhaß am effektivsten im Kindesalter bekämpft werden kann.

- Wo beschaffe ich mir Informationen? Das ist auch eine ganz wichtige Sache. Es ist weniger wichtig zu wissen, was passiert, wenn ich Natrium in Wasser schmeiße, als zu wissen, wie und wo ich das herausfinden kann. Vielleicht ist das Schulsystem der Zukunft eine große Zahl von pädagogisch geschulten Experten auf bestimmten Gebieten, die für interessierte Schüler als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Internet und so sollten eigentlich in Kürze dafür sorgen, das es egal ist, ob der nun im Nachbarzimmer sitzt oder in Hongkong.

- Ich halte es für immens wichtig, daß die Schüler einen eigenen Beitrag zum Unterricht leisten. Die Aufgabe, vor der ich in fast jedem AFS-Workshop stehe, nicht zu dozieren, sondern die ATS anzuregen, selber Lösungen zu entwickeln, muß auch von Lehrern im Unterricht gelöst werden. Dieser Punkt hängt sehr eng mit der Motivation zusammen. Es reicht schon, daß ich etwas zur Diskussion beigetragen habe, und schon bin ich sehr viel interessierter daran, was bei der Stunde rauskommt. Heutzutage tragen Schüler fast keine Verantwortung für das, was sie lernen. Der Lehrplan bestimmt es, und nicht sie selber. Was im Lehrplan steht, wird vom Lehrer vermittelt. Das ist scheiße so. Die Schüler müssen selber zu der Entscheidung kommen, daß sie dieses und jenes lernen wollen. Sie müssen das dann selber tun und in der Gruppe mit den anderen austauschen. Der Lehrer soll nicht Dozent, sondern Moderator sein. [19.3.01, Das ist das Bild des neuen Lehrers.] Wenn man eine Gruppe von Schülern nimmt, dann werden einige bei einem Thema eher durchsteigen, andere weniger. Wenn diejenigen, die einen ganz guten Plan haben, sich mit den , anderen unter Mithilfe des Lehrers austauschen, dann glaube ich, ist ein vernünftiges Niveau erreicht. Sachen die so kompliziert sind, das nur ein Lehrer sie erklären kann, können schwache Schüler nicht behalten - glaube ich. Ich muß mir das alles mal genauer anschauen und Beispiele durchgehen, um zu sehen, ob es nicht vielleicht doch manchmal Sachen gibt, die sehr viel einfacher gelernt werden können, wenn sie schön doziert werden. Ich muß mich wohl noch etwas mehr mit Lerntheorien befassen, um da den Durchblick zu haben.

- Mir ist es ein Rätsel, daß nicht mehr Pädagogen diese fehlende Ausrichtung an der Praxis und Anwendbarkeit des Gelernten beklagen. Es muß doch einfach Leute geben, denen das immer wieder übel aufstößt und die das verändern wollen. Ich kann mir nicht erklären, warum ich das Gefühl habe, ich hätte den Stein der Weisen in puncto Bildungssystem gefunden, und das aktuelle System ist richtig dumm und scheiße. Ich bin mir ziemlich sicher, das sich dieses Geheimnis lüften wird, wenn ich zurückkomme und mich mehr damit befasse, aber im Moment kommt es mir echt so vor, als schliefe die Pädagogik in Deutschland den Schlaf der Gerechten, während sich tagtäglich Hunderttausende Schüler in der Schule mit pädagogischen Dummheiten rumquälen.

- Eine Sache, die mir schon seit Monaten nicht in den Kopf will (und mir auch nicht aus dem Kopf geht), ist, daß Professoren in Deutschland überhaupt nicht auf ihre Tätigkeit als Vermittler trainiert werden. Es gibt keine obligatorische Schulung für neue Professoren, wo diese lernen, wie man etwas vermittelt, so daß es die Zuhörer behalten (können und wollen). In Psychologie lernt man ein paar dieser Dinge im ersten Semester in kognitiver Psychologie - und gleichzeitig hat man Vorlesungen bei Psychologie-Professoren(!), die genau diese Erkenntnisse mit Füßen treten. Ich würde gerne dafür sorgen, daß alle Professoren und Dozenten eine Vorbereitung auf ihre Tätigkeit als Didakten erhalten. Ich finde es unmöglich, wenn man an einer Universität einen Professor bezahlt, aus dessen Vorlesungen die Studenten praktisch nichts mit nach Hause nehmen. Und ich habe den starken Eindruck, daß es eine nicht geringe Zahl solcher Professoren gibt.

19.3.01: Noch ein paar Nachträge zu gestern, die ich mir als Notizen auf Papier festhielt: - Ich sollte nach positiven Alternativen, Modellen, Inspirationen suchen. Es ist ja schön und gut, wenn ich das bestehende System richtig scheiße finde, aber um es besser zu machen, werde ich sicher auf Praktiken und Methoden zurückgreifen, die zumindest ansatzweise schon irgendwo verwirklicht sind. Deshalb sollte ich mich auf die Suche nach Dingen machen, auf die man aufbauen kann. Eine solche Sache ist die „learner autonomy“, die Kajsas Mutter in ihren Englisch-Klassen praktiziert. Dabei entschieden die Schüler selber, was sie lernen wollen, schauen selber nach Büchern, Musik und Internetseiten auf Englisch, die sie interessant finden und die sie benutzen, um irgend etwas auszuarbeiten. Es könnte sein, daß auch in Walldorfschulen einige Sachen praktiziert werden, die von der Motivierung der Schüler oder der Praxisnähe fortschrittlich sind. Die „Operasjon Dagsverket“ ist ein interessantes Projekt, bei dem zumindest ein paar engagierte Schüler sehr viel zu lernen scheinen. Vielleicht kann man auch davon etwas lernen - irgendwelche Eigenschaften dieser Aktionen sind bestimmt wünschenswert für den normalen Schulalltag.

- Ein paar Themenkomplexe, über die man in der Schule lernen könnte/sollte: Geschichte/Politik ist sehr klassisch, aber sollte gar nicht zwangsläufig so viel Raum einnehmen. Der eigene Körper/Gesundheit/das Immunsystem sind ein Komplex, über den jeder ganz gut Bescheid wissen sollte. Ökologie/Evolution interessieren viele und sind sehr lehrreiche Gebiete. (Für mich sind die Grundgedanken von Evolution und Ökologie allumfassende Wahrheiten geworden. Sie durchziehen alles, was ich erlebe und wahrnehme.) Kommunikation/Diskussion ist ein Gebiet, das ein großes Potential für eine Verbesserung des Zusammenlebens von Menschen hat.

- Der Einstieg in neue Formen des Unterrichts wird nicht über Nacht erfolgen. Es müssen erst mal Tatsachen geschaffen werden. Das könnte z.B. in Projektwochen oder AGs geschehen.

- Die Ideen können nicht einfach so angeflogen kommen und werfen alles um, ich werde mich bestimmt mit Psychologen und Pädagogen zusammen an einen Tisch setzen, und Konzepte ausarbeiten müssen. Die Frage ist, ob man vielleicht zuerst mal das ideale Erziehungssystem konstruieren sollte, unabhängig von politischen Zwängen und der etwaigen Machbarkeit verschiedener Aktionen. Davon ausgehend könnte man dann gucken, was sich davon wie umsetzen läßt. Ich habe Angst, daß wenn man es von Anfang an pragmatisch anschaut, überhaupt nicht viel dabei herauskommen kann.

- Lehrer als Moderator

- mit der Friedrich-Ebert-Stiftung ein Konzept entwickeln!

- Anregungen von Volkshochschulen sammeln

15.8.07: Im Psychologiestudium sollten wir plastische Modelle des Gehirns mit beschrifteten, auseinandernehmbaren Teilen haben, an denen wir bei Vorträgen, Diskussionen und in Pausen immer schauen können, was wo wie funktioniert.

Learning for have-nots

When I traveled in DR Congo in 2004 I got inspired to think about education without having financial support from the government. I now believe that it can even be an advantage to be free of the pressure to comply with certain (negative) things that today's education systems have.

content

  • How does the body work?

start from illnesses in some of the kids or their families find out about science, traditional cures, prevention, healthy lifestyles look at digestion, the immune system, our senses, what the body can do compared to machines

  • What job do I like?

get masters who are the best at their job to introduce the kids to their job go on excursion, do it in the normal surrounding, learn how to fish, farm, build houses, repair bikes,

  • What do we want to spend our money for?

learn to calculate and compare

  • Where do we come from?

find out about the (hi)story of people, places, traditions etc.

  • What skills would I like to have?

learn to swim, run fast, play games, sing, do artwork, hunt, dance, cook, read, write, use internet,......

  • How can I reach my goals?

learn about yourself, your society and how to change and improve it

  • What do we eat?

learn about our basic foods, where they come from, how they are made, learn to cook

  • Look out into the world

which places/people would I like to know more about? How can I find out more about those?

  • How do we live together?

find out about your own and other's values and how they change with time, find out about tolerance, conflict and conflict resolution

method

  • Facilitation of discovery!
  • "teacher" becomes mentor/facilitator and simply helps kids to go and learn themselves
  • tries to frame everything as a question, kids find and give the answers themselves, ask more questions
  • on-site as much as possible
  • flexible groups of mixed age kids and differing in size according to the activity
  • kids are active themselves, as long as a task catches their attention and interest, they go at it, when it gets boring they learn something different

needless to say

no grades

no strictly fixed timetables

no tests

no coercion

Forschungsvorhaben

  • Naive Theorien über die Wirkungen von Schule & Uni explizit erfassen und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kontrastieren/vergleichen. Unterschiedliche Systemdynamik herausarbeiten!

Längsschnittstudie Stoff-Behalten

PISA-ähnliche Studie für Lehrplan-Inhalte durchführen! "Stoff" ad absurdum führen! meine Doktorarbeit am MPI Berlin? 1. vernünftige Maßstäbe 2. Schockieren 3. Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen Vielleicht auch im IQB bei Olaf Köller ansiedeln?

Gibt es Untersuchungen, die curricular valide untersuchen, was nach 1, 5, 10 Jahren vom "Stoff" noch hängengeblieben ist?

ähnlich:

Kompetenzen

  • Collegiate Learning Assessment (CLA) in den USA
  • PISA (reading literacy, science literacy, problem solving)
  • TIMSS (mathematical literacy, science literacy)
  • Hans Freudenthal (1977) Realistische Mathematik

Personal tools

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